Die gar lustige Mär von der massiv veranlagten Flugzeugturbine.

Es war einmal eine massiv veranlagte Flugzeugturbine, die war wirklich massiv veranlagt und hatte schwere Knochen und sie hatte nicht etwa ein undiszipliniertes Essverhalten!

Ihre Eltern waren schon massiv veranlagt und deren Eltern, alle vier, waren auch massiv veranlagt, und deren Eltern, alle acht auch. Die massiv veranlagte Flugzeugturbine stammte aus einer Familie, die bis in 300 Generationen in der Vergangenheit massiv veranlagt war.

Die massiv veranlagte Flugzeugturbine ging noch zur Schule. Die anderen Flugzeugturbinen waren alle rank und schlank und baumlang und sie mobbten die massiv veranlagte Flugzeugturbine, weil sie eben massiv veranlagt war. Sie sagten, eine so massiv veranlagte Flugzeugturbine wäre besser ein Zug geworden, denn sie konnte ja niemals ein Flugzeug in die Luft erheben, aber wenn sie sich in eine Diesellokomotive setzte, könnte sie den Druck ihrer Motorenabgase sicher sehr zuverlässig auf die Räder übertragen.

Die massiv veranlagte Flugzeugturbine sprach aber leider kein Französisch, weshalb die Arbeit als Abgasturbine für sie nicht in Frage kam. Sie wollte eine Flugzeugturbine werden!

Nach dem Abitur fragte sich die massiv veranlagte Flugzeugturbine, was sie denn werden sollte. Da kam ihr in den Sinn, dass sie ja mit ihrem Taschengeld immer gut umgegangen ist und es durch geschickte Tricksereien mit ihren Schulkollegen sogar auf einen Tausi im Monat vermehren konnte. Die massiv veranlagte Flugzeugturbine hatte eine Idee.

„Ich mach mich selbstständig und gründe ein Unternehmen!“ rief sie aus. „Rent-a-Flugzeugturbine!“

Gesagt, getan. Die massiv veranlagte Flugzeugturbine hatte im Nu ein kleines Geschäft aus dem Boden gestampft, das auch sehr schnell florierte. Das Geschäftsprinzip war einfach: Wann immer jemand eine Flugzeugturbine benötigte, kam die massiv veranlagte Flugzeugturbine, klemmte sich an den Rumpf des Flugzeugs und gab ihm mehr Schub als irgendeine Flugzeugturbine das hätte tun können.

Bald stellte die massiv veranlagte Flugzeugturbine andere Flugzeugturbinen ein, doch da sie alle nicht massiv veranlagt waren, hatten sie natürlich auch nicht so viel Kraft.

Die massiv veranlagte Flugzeugturbine hatte eine Idee: Kraftfutter! Aus dem CIA-Archiv!

Also brachen alle Flugzeugturbinen ins CIA-Archiv ein und stopften sich dort mit Kraftfutter voll. So wurden alle Flugzeugturbinen so massiv, dass die Polizei vor ihnen Angst hat und das Verbrechen nicht verfolgt! Und weil das Kraftfutter ihre DNA veränderte, sind heute alle Flugzeugturbinen massiv veranlagt.

Und das, liebe Kinder, ist die Geschichte des Turbofantriebwerks.

PS: Wer mir nicht glaubt, kann sich gern überzeugen: Bei Flugzeugturbinen gibt es Schichtwechsel! Bei Langstreckenflügen verkriecht sich alle 3h der jeweils aktive Satz Turbinen in den Rumpf und schläft dort eine Weile, geht aufs Klo, isst nen Happen. Da gibt es sogar extra kleine Kojen für die! Schaut nach!

Erkenntnisse.

(1) Jetzt weiß ich endlich, wovon Salad Fingers wirklich handelt:
Salad Fingers ist eine Parabel auf die Evolution des Wirbeltierauges, modelliert anhand der Embryonalgenese einer Landschildkröte, denn: Individualgenese folgt Phylogenese.

(2) Mein Nachbar hat zwei Münder und der obere kann immer nur sprechen und der untere immer nur singen. Dabei entsteht ein Chorus. Mein Nachbar kann auch seine Arme teilen, dass aus einem zwei werden und aus zwei vier.

Warum ich so lange gebraucht habe um das rauszufinden, schon erstaunlicher, noch erstaunlicher aber, dass ich nur weiß dass es sich um einen Nachbarn handelt, nicht aber um welche Art von Nachbar überhaupt und wenn ja, welchen.

Die Insel Mainau.

Die Insel Mainau liegt am Bodensee und ist ziemlich scheiße. Sie ist es deshalb, weil die Modellbahnanlage in Spur I, die dort aufgebaut ist, jeglichen Realismus entbehrt, nichtmal die Kurven sind zur richtigen Seite hin überhöht.

Sie ist aber auch ein bisschen cool, weil sie an die Inselwelt in Mario Galaxies erinnert.

Außerdem gibt es dort einen Teich, an dem steht ein kleines Bambuswäldchen. Neben diesem ist ein Lautsprecher mit Lichtschranke aufgebaut. Wenn man an der Lichtschranke vorbeiläuft, fängt Thomas G Hornauer an, allen zu erklären, warum er ein Gras ist, obwohl ihm das keiner glaubt. Außerdem behauptet er, er hieße Sassa, wäre ein echter Tausendsassa und nebenbei noch der (O-Ton) „Tüpp da hinter dir“.

Auf der Mainau heiraten manchmal Menschen, wenn ihnen die Ideen ausgegangen sind, wie sie ihren Überschuss an Geld sonst noch verschwenden können. Zu diesem Zweck hat die Insel extra Kinder angestellt, denen man ein bisschen Eisgeld geben kann, damit sie voller Freude zum Bräutigam hinrennen und rufen: „Papa! Papa! Papa!“

Dort lebt auch ein Graf, dessen Leben extrem scheiße ist. Das liegt an den Touris. Die würd ich alle rausschmeißen. Es gibt ja nichtmal eine Parkeisenbahn dort.

Die Wahrheit. (2)

Gutn Tag die Fahrscheine bitte, ja, die Mama hat mir gestern wieder Fernsehverbot verhängt, weil ich Pornos geguckt hab aufm großen Flachbildfernseher in meinem Zimmer, ja wollen wir mal gucken, ja, Sie, gute Frau, April ham wir jetz aber auch nich mehr, ja und für meinen 40. Geburtstag nächste Woche hat die Mama mir was ganz besonderes geplant, vielleicht bringt sie mir ja eine Freundin mit nach Hause, oh, was haben wir denn da, einen Schwarzfahrer, na das wird Sie aber was kosten, Sie, wo wollen Sie denn hin? Ich kann hier auch die Notbremse ziehen, dann laufen Sie die 60km, das kann ganz schnell gehn wenn Sie nicht kooperieren, gell? Ja, und die Mama, die macht mir immer so gutes Essen! Das ist voll gut, ich versteh gar nicht, warum keine Frau mit mir reden will. So ein Schnurrbart ist doch voll schick! So fettig sind meine Haare auch nicht, ich wasch die immerhin jeden zweiten Sonntag! Und ich mach nur einmal in der Woche ins Bett, die Mama gibt mir da extra für jede trockene Nacht einen Stern, und immer wenn ich zwanzig hab, darf ich mir einen Film kaufen. Aber nur welche ab zwölf, weil sonst passiert doch wieder ein Malheur. Ja Kartoffelsack und Schimmelpilz, Sie steigen jetzt sofort aus! Ohne Fahrschein, wo gibt’s denn sowas! Sie Schwerverbrecher! Ihr Rollstuhl ist mir doch egal, der war Ihnen auch egal als Sie keine Fahrkarte gekauft haben. So. Sehen Sie, wie ich die Notbremse ziehen kann! Raus mit Ihnen. Und Sie zahlen nicht nur 40 Euro, sondern 80, weil Sie so frech waren und gezögert haben!

Recht und Ordnung müssen nunmal eingehalten werden!

Die Wahrheit.

Ja guda Morga, Fahrscheine bidde, sagat se mol, zwoi Wocha isch jetz scho Auguscht, hend Se’s no ned gschafft ihr Monatskart zom onderschreiba? Guder Mo, Sie send mir scho so oiner. Normal gäbe des vierzg Eiro. Aber i ben so kulant, aber nommol will i des ned säa. Nemmad Se halt kurz mein, ja do, aber denkat Se dro, do schdoht Auf Wiedersehn drauf. Wie, warom i des mach? Ha, des isch mei Pflicht! I muss des macha, do mach i mei Geld damit! Was soll des hoißa, i kriag mei Geld au wenn is ned mach? Es gibt auch so was wie die Pflicht, mein Herr, des kennat Sie vielleicht ned mit Ihre kommunistische Hemmader do, aber glaubat Se mir, des isch do au ned schee, gell?

Gregors fast wahres Tagebuch, Episode II.

Liebes Tagebuch,

heute war ich zum ersten Mal seit Monaten wieder mal unter den Menschen. Sie wissen immer noch nicht wie man sich benimmt. Sehr traurig. Man hat es als Cyborg nicht immer leicht, das weiß ich jetzt, aber an sich war es doch ganz in Ordnung. Natürlich ist es etwas unangenehm, wenn sich die Kabel, die die kortikalen Elektroden mit dem Satellitenmodem im Rucksack verbinden, in irgendwelcher Menschen Körperteilen, Kleidungsstücken, Taschen oder Regenschirmen verheddern, wenn man von ihnen angerempelt wird. Damit muss man leben und ebenso damit, dann umzufallen und zu schreien, ohne es zu merken. Ich konnte mir subkutane Leitungen leider nicht leisten; traurigerweise. Zu meinem Glück konnten der suprapubische Dauerkatheter sowie die Dauerkolostomie mich bisher immer vor Peinlichkeiten bewahren; vielleicht abgesehen davon, dass ich während dieser Momente immer anfange, Dialoge aus den Pornovideos wiederzugeben, die durch diese Zusammenstöße versehentlich abgerufen werden. Man kann da nichts machen, das ist einfach so. Ein bisschen seltsam kam ich mir aber schon vor, als einmal sämtliche dritten Klassen einer mittleren Kleinstadt im Regionalexpress unterwegs waren und alle Kinder ihre Lehrerinnen fragten was wohl ein Schräbbon sei und wie um alles in der Welt man Brombeeräste da unten reinkriegt. Beim Aussteigen hörte ich auch zwei kleine Mädchen darüber diskutieren, wie „die Leute da“ wohl die Badewanne wieder sauberkriegen würden. Nun war dieser Zwischenfall relativ harmlos; schwieriger war es dann als ich beim örtlichen Polizeifest Störsignale durch deren Funkgeräte empfing und plötzlich mit einem Megaphon in der Hand den soeben aufgerufenen Al-Qaida-Propagandablog vorlas. Die Situation eskalierte ein wenig und ich verlor meine beiden bionischen Arme und die letzten Reste echtes Fleisch unterhalb der Hüfte. Das war aber ohnehin nicht weiter schlimm, die freundlichen Polizisten reinigten die Fetzen umgehend und legten sie in eine Gefrierkammer. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde ging ich erstmal zu Burger King und aß einen Whopper, dessen Geschmack mir merkwürdig vertraut vorkam auf eine andere Art als die, in der ich den Geschmack von Rindfleisch kenne.

Mit diesen Worten beschließe ich meinen heutigen Eintrag, mein liebes Tagebuch, denn ich habe noch einiges zu tun heute Abend; ich muss noch meine Herzlungenmaschine spülen, die Neuroimplantate debuggen und die Linsen meines Okularimplantats putzen. Außerdem scheinen sich einige Implantatsansätze etwas entzündet zu haben, es riecht etwas käsig um die Schultern rum, da muss ich ein bisschen nachgucken.

Bis zum nächsten Mal, mein allerliebstes Tagebuch und sei schonmal gespannt auf den Tag unserer Verlobung!